Wir schreiben das Jahr 1835. In den USA erfindet Joseph Henry, Professor für Naturwissenschaften, das elektromagnetische Relais, durch das die Telegrafie über große Entfernungen möglich werden wird. Im schottischen Dundee führt James Bowman Lindsay, Physiker und Erfinder, zum ersten Mal elektrisches Licht vor. Und in Odense auf der dänischen Insel Fünen schreibt ein dreißigjähriger Mann von Prinzessinnen und tanzenden Blumen. ...weiterlesen "Märchen machen ganz"

„Der Kampf mit dem Tofu.“ Oder: „Heiraten Sie nicht die Fliege.“ Das klingt nicht nach den Kapiteln eines Schreibratgebers, oder? Aber sie sind es. Einem der international erfolgreichsten Bücher übers Schreiben überhaupt: „Schreiben in Cafés“ von Natalie Goldberg, im Original „Writing down the bones“, erstmalig erschienen 1986. Was das mit meinem Buch und mit Schreibstimme zu tun hat? Der Reihe nach ... ...weiterlesen "Ach, wär ich doch Natalie Goldberg – wie mein Buch seine Schreibstimme fand."

Eine Situation, vor der mir etwas mulmig ist. Das kann daran liegen, dass dort zu viel Unbekanntes oder Unvertrautes auf mich wartet. Ich verbringe einiges an Zeit damit, mir Sorgen zu machen.  Trotzdem bleibt mein Gedankenstrudel im Ungefähren. Keine Ahnung, ob meine Sorgen überhaupt berechtigt sind.

Dann das Aufraffen: Ich sollte dazu schreiben. Also springe ich gedanklich in die Situation hinein und „be‑schreibe“, was ich dort wohl erleben werde. So genau wie möglich. Um Klarheit darüber zu gewinnen, was es eigentlich ist, das mir Unbehagen bereitet. Oder ob es es überhaupt berechtigt ist. Und um mich mit der Situation vertrauter zu machen. ...weiterlesen "Herausforderungen im Kalender? Schreiben hilft."

Schreiben kann klären. Ein Weg dafür: die Morgenseiten nach Julia Cameron aus "Der Weg des Künstlers". 3 Seiten morgens schreiben zu dem, was gerade da ist –  und ohne dass der innere Zensor sich einmischen darf. Den Strom der Gedanken loslassen, das klärt den Kopf für das, was wirklich wichtig ist. Dieses loslassende Schreiben funktioniert für viele gerade morgens gut, weil der Zensor noch nicht wach ist.

...weiterlesen "Morgenseiten & Co. – „Selbstgespräche“ auf Papier"

Wer den Namen der Autorin liest, dem fällt vielleicht als erstes „Der Macciavelli für Frauen“ ein, ihr bekannteres Buch. Bei mir steht allerdings seit 15 Jahren „Soloing“ im Bücherregal. Hier schreibt Harriet Rubin über Selbstständigkeit und wie es ist, sich der Welt statt unter dem Dach eines großen Unternehmens mit dem eigenen Namen zu zeigen. Harriet Rubin hat diesen Wechsel auch selbst erlebt. Sie war als Lektorin und Herausgeberin eines großen Verlages tätig, bevor sie sich fürs Soloing entschied. ...weiterlesen "Ein Buch als Coach: „Soloing“ von Harriet Rubin"

Ein Literaturwettbewerb im letzten Herbst, Aufgabe war es, einen „Brief an sein jugendliches Ich“ zu schreiben. Also, was schreibe ich meiner 13-jährigen? Dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, ob ich nach diesen großen Ferien endlich groß herauskomme in der Schule und dazugehöre zu den Angesagten? Oder dass die, die ich damals so cool fand, sich im Nachhinein als gar nicht so interessant (oder zumindest nicht dauerhaft) herausgestellt haben? ...weiterlesen "Wo ist Chester? Zeitreisen im eigenen Leben"