„Eines Tages, der junge Hirte hütete gerade seine Schafe, kam eine alte Frau vorbei und schenkte ihm einen Dudelsack. Er spielte und spielte, und die Schafe tanzten und tanzten. Und sie fingen an, sehr gute Milch zu geben. Der Besitzer aber hielt das für Zauberei und entließ ihn...“
Du ahnst es vielleicht schon: In „A gaita máxica“, einem galicischen Märchen, lässt der Junge mit seinem Dudelsack schließlich auch die Menschen tanzen. In anderen Geschichten betteln die Tanzenden irgendwann darum, dass das aufhört. Hier tanzen sie immer fröhlich weiter. Vor lauter Durst kaufen sie alle Trauben des Jungen. Und er wird darüber reich.
Musik in Märchen und Geschichten – das ist das Motto der 37. Berliner Märchentage, die in einer Woche starten. Berlin im November: Das ist immer auch „Märchen-Mood“ – für alle, die das mündliche Erzählen so sehr lieben wie ich.
Auch in diesem Jahr sind es hunderte von Märchenveranstaltungen in diesen Novemberwochen, für Kinder und für Erwachsene, an Schulen, Bibliotheken, Kulturzentren, Botschaftshäusern und anderen Orten.
Von Instrumenten mit besonderen Eigenschaften wie dem magischen Dudelsack erzählt die Musik in Märchen. Oder der Gesang spielt hinein, wie in Geschichten von Sirenen, die Seeleute locken. Oder Musik und Tanz begegnen sich im Märchen. Lass dich überraschen, auf wievielerlei Weise die Klänge in den Märchen drinstecken.
Bei zwei der vielen Veranstaltungen der Märchentage bin ich zusammen mit Kolleginnen als Erzählerin dabei. Mehr dazu erfährst du unten im Newsletter. Wir freuen uns, wenn du kommst.
Und wenn du ins große Programm der Berliner Märchentage schauen willst, findest du es hier: Berliner Märchentage 2026
Herzliche Grüße
Sigrid
Zum Vormerken für den Advent: Dieses Jahr erzählen Carolin Mazloumian und ich auch Weihnachtsgeschichten. Von Kerstin Eichelbaum erklingt die Tischharfe dazu. Weihnachten mit Harfe kannst du am 20. Dezember um 15:30 Uhr im Kulturschaufenster der Potsdamer Bibliothek erleben. Der Eintritt ist frei, anzumelden brauchst du dich nicht.

Frau Holle? Frau Holle! Aber ganz anders als gewohnt. In Stimmen und Klang, in Bildern, Geschichten und Bewegung holen Britta Wilmsmeier, Carolin Mazloumian, Frauke Freise und ich Frau Holle aus dem gar zu Bekannten heraus.
Unser gemeinsames Programm aus dem letzten Jahr hat sich unter dem diesjährigen Motto der Märchentage noch mehr in Richtung Klang entwickelt. Und ihr könnt neu gespannt sein darauf, was Frau Holle alles in sich trägt, wenn vier Erzählerinnen sie interpretieren.
Bei Carolin kommt die Pechmarie in den Blick. Frauke erzählt von den Pflanzen der Frau Holle im Jahreskreislauf. Bei Britta geht es über Objekte, Klang und Bewegung in die Welt von Pech und Federn. Und ich lasse die „Verwandten“ zu Wort kommen: die Percht, die Hulda, Mudder Harksch, Frau Gode.
Veranstaltungsort ist der SATELLIT Berlin, Weinstraße 11, 10249 Berlin Friedrichshain-Kreuzberg. Der Eintritt ist frei, Spenden vor Ort sind erbeten. Bitte meldet euch vorher an bei Britta Wilmsmeier: mail[at]erzaehler-ohne-grenzen.de

„Spinn mein Rädchen, spinn, spinn, spinn...“, so geht mein Lied, wenn ich eines meiner Lieblingsmärchen von den 3 Spinnerinnen erzähle, aus der Sammlung der Brüder Grimm. Und so lassen Carolin Mazloumian und ich im Wilmersdorfer Wohnzimmer die Märchen vom Spinnen und Weben des Schicksals erklingen – und Kerstin Eichelbaum die Tischharfe.
Harfenklänge und Erzählen sind in diesem Programm jetzt noch stimmungsvoller miteinander verwoben. Eben: Musik in Märchen und Geschichten.
Gebt schnell Bescheid, wenn ihr dabei sein möchtet. Ein paar Plätze gibt es noch auf der Gästeliste. Der Eintritt ist frei. Spenden sind erbeten. Die Adresse teile ich euch nach Anmeldung mit: Wohnzimmerveranstaltung in Berlin-Wilmersdorf.